LernKULTUR – Lernlandschaften

Lernen braucht Zeit und Raum

Ganzheitliches Lernen beinhaltet ganztägiges Lernen und Arbeiten, also eine Ganztagsschule. Es ermöglicht eine umfassende Entfaltung und Entwicklung von Anlagen und Fähigkeiten, welche die Persönlichkeit eines jeden Einzelnen ausmachen.

  • Entschleunigung des Schularbeitstages
  • Der Schulalltag ist rhythmisiert.
    • Schülerinnen und Schüler verfügen über angemessene Zeiträume, die sie weitestgehend eigenverantwortlich füllen.
    • Es gibt verbindliche Präsenszeiten für die Lehrkräfte und schulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
    • Die Schule bietet allen Akteuren einen eigenen Arbeitsplatz.
  • Schule als Lebensraum
    • Schule als Stätte der Persönlichkeitsentwicklung verlangt eine Schule aus einem Guss.
    • Die Öffnung von Unterricht ermöglicht das „Lernen mit Kopf, Herz, Hand und Fuß“.
    • Die Vernetzung unterschiedlicher Elemente des Schulalltags ermöglicht eine bunte Schulkultur.

Eigenverantwortung

Schülerinnen und Schüler sind für ihren Lern- und Erkenntnisprozess eigenverantwortlich. Sie organisieren, strukturieren und reflektieren diesen Prozess aktiv und arbeiten überwiegend in kooperierenden Lernformen. Die durch die curricularen Vorgaben aufgestellten fachlichen und verhaltensbezogenen Erwartungen an die Schülerinnen und Schüler sind hierbei die strukturierenden Elemente.
Die pädagogisch-didaktische Struktur der Schule ist auf die Eigenverantwortlichkeit der Akteure ausgerichtet. Eine durchgängige Berufsorientierung, sowie ein konsequentes Gesundheitscurriculum ermöglicht eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung.

  • Selbstständigkeit
    • Alle an der Schule arbeitenden Personen unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihren Bemühungen um Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit.
    • Die Lehrkräfte beraten, begleiten und reflektieren die Schülerinnen und Schüler zielorientiert.
  • Persönlichkeitsbildung
    • Durch die Arbeit in verbindlichen Gruppen wird nicht nur der Lernprozess, sondern auch der Prozess des Erwachsenwerdens und der Beziehungsfähigkeit betrachtet. Eine permanente Selbstreflexion findet statt.
  • Leitlinien
    • Rechtlichen Vorgaben sind von den Jahrgangsteams auf die Schulsituation abgestimmt, verbindlich und transparent für alle an der Schule Beteiligten dargelegt. Abweichungen werden begründet und regelmäßig evaluiert.
    • Schülerinnen und Schüler erstellen unter Anleitung individuelle Lernpläne auf der Basis der rechtlichen Vorgaben und persönlichen Kompetenzen.
    • Lehrkräfte unterstützen die Schülerinnen und Schüler durch fortlaufende, individuelle Schullaufbahnberatungen.
  • Kooperierendes Lernen
    • Unterricht ist binnendifferenziert und orientiert sich an einem festgelegten methodisch-didaktischem Modell.
    • Schülerinnen und Schüler lernen in ihrer Heterogenität miteinander und voneinander. Sie werden in ihrem Lernprozess durch individuelle Beratung und gezielte Fachinstruktionen gestützt.
    • Die Kooperation mit der Schule am Klosterplatz (Förderzentrum Schwerpunkt Geistige Entwicklung) findet statt.
    • Eine Zusammenarbeit mit außerschulischen Lernpartnern erfolgt.

Verbindlichkeit

Verbindlichkeit und Eigenverantwortlichkeit in der Schule sind begründet auf Geist und Wesen des seit Juni 2006 eingeführten Orientierungsrahmens Schulqualität in Niedersachsen. Dieses bewirkt ein persönliches und kollektives Eingebundensein in die Schule.

  • Zielorientierung
    • Arbeitsgrundlagen sind der rechtliche Rahmen, die vereinbarten schulinternen Curricula und die Konferenzbeschlüsse. Diese verstehen sich als schulinterne Gesetze.
    • Planung, Prozesssteuerung und -begleitung, Ergebniswürdigung und Evaluation sind die leitenden Arbeitskriterien.
    • Es werden persönliche Ziele mit Konsequenzen vereinbart.
    • Konsequenzen sind nie persönlich beschädigend, abwertend oder bestrafend. Konsequenzen sind immer zielorientiert vereinbart.
    • Jeder repräsentiert das System, das System repräsentiert jeden Beteiligten.
    • Die Leistung des Einzelnen ist unverzichtbar für das Gesamtergebnis.
  • Ressourcenorientierung
    • Stärken und Kompetenzen der schulischen Akteure sind geklärt.
    • Kompetenzen und Leistungen erfahren eine Wertschätzung.
    • Die Kompetenzvermutung des jeweils Anderen bedingt ein fehlertolerantes Arbeiten.

Konstruktive Beziehungsgestaltung

Die Beziehungsgestaltung ist das wichtigste Kriterium im menschlichen Miteinander. Ihre konstruktive Ausbildung ist das zentrale Ziel der Schule. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulleitung, schulische und pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Schulsozialarbeiter, Erziehungsberechtigten, Schulträger, Schulaufsicht sind sich ihrer Rolle und Verantwortung bewusst. Sie gestalten das Schulleben auf einer konstruktiven und wertschätzenden Grundlage.

  • Mentorenprinzip
    • Die Pädagoginnen und Pädagogen der Schule betreuen als Mentoren kontinuierlich eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern.
    • Sie begleiten deren Lern- und Persönlichkeitsentwicklung aktiv und initiieren die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten.
    • Sie stehen den Schülerinnen und Schülern als Coach zur Verfügung.
  • Jahrgangsarbeit
    • Die Jahrgänge organisieren und strukturieren ihre Arbeit weitestgehend eigenständig.
    • Sie evaluieren ihre fachliche und organisatorische Arbeit fortwährend und vertreten diese gegenüber den Schülerinnen und Schüler, der Schulleitung, der Fachbereichsleitungen und der Schulöffentlichkeit.
    • Sie beteiligen sich am Schulentwicklungsprozess auf der Basis des Orientierungsrahmens Schulqualität in Niedersachsen.
    • Verbindlichkeit in den Beziehungsstrukturen
    • Die Verantwortlichkeiten der am Lern- und Entwicklungsprozess der Schülerinnen und Schüler Beteiligten sind transparent.
    • Jede Schülerin und jeder Schüler findet jederzeit einen verlässlichen, ihr oder ihm vertrauten erwachsenen Ansprechpartner in der Schule.

Arbeit mit den Erziehungsberechtigten

Die Ganztagsschule bietet die Möglichkeit einer auf gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen basierender konstruktive Erziehungs- und Bildungspartnerschaft von Erziehungsberechtigten und Schule.

  • Erziehungsberechtigte werden in die vielfältigen schulischen Handlungsfelder einbezogen.
  • Erziehungsberechtigte unterstützen die unterrichtliche Arbeit von Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch ihre spezielle Fachkompetenz
  • Erziehungsberechtigte sind über schulische Abläufe informiert.

 

Berufsorientierung

Kopfarbeit erfährt eine Bereicherung durch Handarbeit. Die Schule ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und nutzt außerschulische Kompetenzen.

  • Die Schule garantiert allen Schülerinnen und Schülern die Berufswegplanung zur Berufsfähigkeit.
  • Die Schule betreibt eine systematische Berufsvorbereitung
  • Die Schule kooperiert mit außerschulischen Partnern und nutzt schulintern deren Fachkompetenzen.
  • Die Schülerfirmen sind ein wesentlicher Teil der Berufsorientierung.

Gesundheit

Ganzheitliches und gesundheitsorientiertes Lernen erfordert die Ausbildung von sozialen, emotionalen, kognitiven und motorischen Kompetenzen. Die Schule bietet zwischen den Polen Bewegung und Ruhe einen Ort der Stille.

  • Bewegung
    • Die Schule ist gekennzeichnet von Bewegungsräumen im Innen- und Außenbereich.
    • Schule kooperiert mit ortsansässigen Sportvereinen.
    • Schülerinnen und Schüler lernen und erfahren Bewegung als Teil eines gesundheitsorientierten Lebensstiles in einer gelebten und gestalteten, teils selbstorganisierten Freizeit.
  • Nahrung
    • Das Angebot der Nahrung in der Schule orientiert sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
    • Essen ist ein soziales Ereignis. Die Mensa ist ein Ort der Begegnung und Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls.
    • Die Mensa ist ein öffentlicher Raum zur Entwicklung von sozialen Kompetenzen.
  • Umwelt
    • Die Schule ist ein Teil unserer Umwelt und ist entsprechend gestaltet und ausgestattet.
    • Ein Umweltbewusstsein wird durch systematische unterrichtliche und außerunterrichtliche Projektarbeit permanent entwickelt.
    • Erlebte Umwelterziehung sorgt für die Entwicklung eines ressourcenschonenden Verhaltens.
    • Kooperationen mit Umweltpartnern aus der Region sind anzustreben.


Medien

Der Umgang und die Auseinandersetzung mit Medien ist Teil jedes Unterrichts. Konzeptionell fließen neueste medienpädagogische Erkenntnisse in den Gebrauch von Medien ein.

  • Die Schule arbeitet nach einem ausgewiesenen Medienkonzept.
  • Die Räume und Arbeitsplätze von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräfte sind auf modernste Erfordernisse abgestimmt.
  • Schülerinnen und Schüler erwerben ihre Medienkompetenz durch einen eigenverantwortlichen Umgang mit Medien.

Raumkonzeption

Die Schule ist nach zeitgemäßen architektonischen und baubiologischen Erkenntnissen gebaut. Das Raumklima beeinflusst das Lernklima.

  • Die Jahrgangskonzeption bedingt die Raumkonzeption der Schule.
  • Jeder Jahrgang bildet eine soziale und räumliche Einheit, die zur übrigen Schule einerseits abgegrenzt andererseits offen ist. Das Verhältnis zwischen Offenheit und Geschlossenheit wird durch die pädagogische Zielsetzung bestimmt und lässt sich je nach Bedarf flexibel gestalten.
  • Die Lernräume sind so gestaltet, ausgestattet und möbliert, dass sie den Qualitätsmaßstäben einer gesundheits- und kommunikationsfördernden Lernraumgestaltung entsprechen.
  • Das Außengelände ist in Bewegungs- und Entspannungszonen gegliedert. Es bietet Begegnungsräume und Rückzugsnischen mit sonnigen und schattigen Plätzen. Die Spiel und Sportmöglichkeiten fordern und fördern die Motorik und den Gemeinschaftssinn der Schülerinnen und Schüler.
  • Für ein ergänzendes klassenübergreifendes Ganztagsangebot stehen neben den üblichen Fachräumen Räume in hinreichender Zahl und Ausstattung zur Verfügung.
  • Das Gebäude ist auf ganztägige Nutzung ausgelegt und wird ausschließlich von der Schule und ihren Partnern genutzt. Diese Kooperationspartner finden geeignete Räumlichkeiten für ihre Angebote vor.

 

Aktuelles

Ab dem Schuljahr 2019/20 wird das Geschmackslabor als neuer Anbieter in der Mensa im Medienhaus die Mittagessenausgabe organisieren. Weitere Informationen wie Öffnungszeiten, Speisepläne und Preise entnehmen Sie bitte dem Elternbrief und dem Link "MensaMax".

MensaMax Elternbrief PDF

MensaMax | Campus Osterholz-Scharmbeck

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